DEFEnse Against COVID-19 STudy
Looking forward

Digitales Long Covid Projekt
über die Langzeitfolgen der Corona-Pandemie

Aktuelles

06.07.2022: Die Auswirkungen der COVID-19-Impfung auf die soziale Teilhabe von immungeschwächten Personen – Ergebnisse der CoCo-Immunstudie

Personen mit einem schwachen Immunsystem haben ein erhöhtes Risiko, an einer schweren COVID-19-Infektion zu erkranken. Die Angst vor einer möglichen Ansteckung könnte sich auf die soziale Teilhabe dieser Menschen auswirken. Unter diesem Begriff wird die Beteiligung am gemeinschaftlichen Leben verstanden. Dazu zählen beispielsweise Familie und Freundeskreis, Gemeinschaften und Vereine, politischer und öffentlicher Raum oder Beruf und Ausbildung.

Die CoCo-Immunstudie untersucht die soziale Teilhabe von immungeschwächten Personen vor und nach einer vollständigen COVID-19-Impfung. Vor dem Untersuchungsbeginn wurde angenommen, dass nach einer vollständigen Impfung eine gesteigerte Beteiligung am gemeinschaftlichen Leben zu beobachten ist. Im Rahmen dieser Studie wurden insgesamt 194 immungeschwächte Personen bezüglich ihrer sozialen Teilhabe, psychischen Gesundheit und dem selbstberichteten allgemeinen Gesundheitszustand befragt. Bei den befragten Personen zeigte sich, dass sich die soziale Teilhabe nach einer COVID-19-Impfung verbessert hat. Im Mittel zeigten die Studienteilnehmer*innen einen Fragebogenwert von 31,7 vor der Impfung und 27,2 nach der Impfung, wobei ein geringerer Wert eine höhere soziale Teilhabe widerspiegelt. In den Bereichen „Erholung und Freizeit“ (Hobbys, Urlaub etc.), „soziale Aktivitäten“ (Essen gehen, Kinobesuche etc.) und „enge persönliche Beziehungen“ (Aufrechterhalten enger Freundschaften) wurden die größten Verbesserungen sichtbar. Eine vergleichbare positive Entwicklung wie nach der Impfung konnte in anderen Studien im Anschluss an einen Reha-Aufenthalt beobachtet werden. Bei der psychischen Gesundheit und dem allgemeinen Gesundheitszustand zeigten sich dagegen keine Veränderungen nach der COVID-19-Impfung. Hinsichtlich des Einflusses anderer Faktoren/Ereignisse (z.B. Änderungen der Infektionsschutzmaßnahmen) auf die soziale Teilhabe müssen weitere Untersuchungen durchgeführt werden.

Den vollständigen Artikel können Sie frei zugänglich unter folgendem Link lesen:

https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpubh.2022.877623/full

 

21.04.2022: Long COVID & die Psyche

Unter anderem interessieren wir uns auch für die psychosomatischen Zusammenhänge von Long COVID. Das bedeutet, dass wir mehr über die das Zusammenspiel von Körper und Seele herausfinden wollen: Welche psychischen Folgen hat das Long COVID Syndrom? Welche psychologischen Faktoren wirken sich wie auf die Entstehung von Long COVID Beschwerden aus? Und vor allem: welchen Effekt hat psychotherapeutische Gruppentherapie bzw. ein Bewältigungstraining auf Long COVID?

Um diese Fragen zu beantworten, gibt es einen neuen Fragebogen im Login-Bereich. Er enthält ausführliche Fragen zu Ihrer aktuellen Gesundheitssituation und dem aktuellen Wohlbefinden in der Pandemie mit einem Fokus auf psychische Gesundheit.

Zusätzlich suchen wir aktuell 20 Teilnehmer:innen für eine psychotherapeutische Bewältigungsgruppe in Hannover bei Long COVID Beschwerden. Die Anmeldung erfolgt am Ende des neuen Fragebogens, den Sie über unser Portal erreichen.

 

03.04.2022: "Wenn COVID bleibt"

Der Wissenschaftspodcast "Synapsen" von NDR Info hat am 02.04.2022 über unser Projekt berichtet:

"Nach einer Covid-19-Infektion fühlen sich nicht alle komplett genesen, die auf dem Papier als genesen gelten. Wer vier Wochen nach der überstandenen Infektion noch Symptome feststellt, leidet womöglich an Long-Covid. Bei vielen Menschen ist das allerdings nicht ganz sicher festzustellen, denn der Weg zur Diagnose ist steinig. Zurzeit sind Wissenschaftler*innen damit beschäftigt, das Syndrom zu verstehen, Symptome und Ursachen zu erkennen und auch verschiedene Behandlungsmöglichkeiten auszuarbeiten. Frederik Schulz-Greve hat Forschende aus Niedersachsen begleitet, die Antworten auf die noch offenen Fragen rund um das Thema Long-Covid suchen."

Hier gehts direkt zur Folge.

 

31.03.22:

Untersuchungstage an der Medizinischen Hochschule Hannover: Beschwerden nach COVID-Infektionen besser verstehen

Wie kann man die anhaltenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen nach einer Corona-Infektion besser verstehen? Welche Rückschlüsse können aus den unterschiedlichen Verläufen nach Corona-Infektion für mögliche ärztliche und therapeutische Behandlungen gezogen werden? 

An den Untersuchungstagen vom 14. Januar bis zum 5. Februar 2022 durchliefen gut 130 Betroffene mit anhaltenden Symptomen nach einer Corona-Infektion die Ambulanz der Medizinischen Hochschule Hannover. Hierbei wurden folgenden diagnostischen Methoden und Verfahren angewendet:

Untersuchung

Beschreibung

Ziel/Zweck

Augenhintergrunduntersuchung

Die Optische Kohärenz-Tomographie/Angiografie (OCTA) ist eine Untersuchungsmethode, womit Schnittbilder des Augenhintergrundes erstellt werden. Mit Hilfe eines Lasers können Reflektionen auf der Netzhaut gemessen und ein hochauflösendes Bild gewonnen werden.

Anhand dieser Untersuchungsmethode kann festgestellt werden, ob die Durchblutung der Augen reduziert ist und sich die Dichte von Nervenfasern verringert hat.

HNO-Untersuchungen

Es wurden Hör-, Gleichgewichts- und Geruchsuntersuchungen durchgeführt.

Zu den häufigsten anhaltenden Symptomen nach Corona-Infektion gehören Schwindel und/oder Hörprobleme. Bei diesen Untersuchungen wurde gemessen, wie stark diese Beeinträchtigungen sind.

Blut- und Urinuntersuchung

Hier sollte unter anderem die Bildung bestimmter Antikörper untersucht werden, welche bei Menschen mit anhaltenden Symptomen nach Corona-Infektion vorliegen könnte. Es handelt sich dabei um Autoantikörper, die eine überschießende Abwehrreaktion gegen kleinste Bestandteile des eigenen Körpers hervorrufen. Solche Autoantikörper kennt die Medizin zum Beispiel von Erkrankungen wie Rheuma oder Schilddrüsenunterfunktion.

Wenn sich Antikörper finden, die bereits von anderen Erkrankungen bekannt sind, könnten bestehende Untersuchungs- und Behandlungsmethoden ggf. auf Long COVID übertragen werden.

Darüber hinaus wurden auch 150 weitere Personen als sogenannte Kontrollpersonen untersucht. Zu den Kontrollpersonen gehören Personen nach einer Corona-Infektion ohne anhaltende Symptome sowie Personen, die nicht an Corona erkrankt waren. Somit können die Ergebnisse von Personen nach einer Corona-Infektion mit anhaltenden Symptomen mit den Kontrollpersonen verglichen werden.

Alle Teilnehmer*innen mit anhaltenden Symptomen erhielten einen ausführlichen Arztbrief, welcher die Ergebnisse zusammenfasst. Die Erkenntnisse aus den Untersuchungen fließen ebenfalls in das wissenschaftliche DEFEAT Corona Projekt ein, wodurch langfristig neue Behandlungsansätze erarbeitet und für die Betroffenen bessere Perspektiven im Umgang mit anhaltenden Symptomen ermöglicht werden sollen.  

 

Wir bleiben dran - Zwischenstand 29. März 2022

Mittlerweile haben über 4000 Personen unseren ersten Fragebogen ausgefüllt! Vielen Dank für Ihre zahlreiche Unterstützung. Zusammen können wir mehr über die Langzeitfolgen von Corona herausfinden.

60 % unserer Teilnehmer:innen hatten Corona. Davon haben ca. 75% Beschwerden nach der Infektion berichtet, die länger als 4 Wochen andauerten.

Wichtig: von diesen Zahlen kann nicht auf die Häufigkeit von Long COVID in der Gesamtbevölkerung geschlossen werden. Das liegt daran, dass sich über unsere Plattform vermehrt Betroffene melden. Dieses Phänomen nennt die Wissenschaft „Selection Bias“.

Trotzdem sind die vielen Teilnehmenden in unserer Studie ein Zeichen dafür, wie präsent das Thema Long COVID bleibt und wie wichtig die Forschung daran ist.

Den zweiten Fragebogen, in dem es um den Verlauf der Beschwerden und auch die allgemeine psychosoziale Situation unter Pandemiebedingungen geht, haben mittlerweile über 1200 Personen ausgefüllt.

Sind Sie schon dabei? Wenn ja, vielen Dank! Wenn nein – hier geht’s zur Registrierung und dem ersten Fragebogen.

 

25. Januar 2022:

Viele Menschen mit Long COVID leiden unter Schwindel. Die HNO Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover stellt hier für Sie einige Übungen zur Verfügung, die helfen können:

Schwindelübungen zum Herunterladen

Zukünftig werden wir im DEFEAT Corona Portal noch weitere Tipps und Links für Sie bereitstellen.

 

18. Januar - 5. Februar 2022: Long COVID Untersuchungstage an der Medizinischen Hochschule Hannover

Um mehr über Long COVID herauszufinden, laden wir aktuell Long COVID Betroffene und gesunde Kontrollpersonen, die eine Corona Infektion folgenlos überstanden haben, zu verschiedenen Untersuchungen an die MHH ein. Hier kommen eine Blutentnahme, eine Augenhintergrunduntersuchung und einige Routineuntersuchungen in Kooperation mit der Klinik für Hals Nasen Ohrenheilkunde der MHH auf die Teilnehmenden zu.

Wer wird/wurde eingeladen?

Wir haben Menschen eingeladen, die im DEFEAT Corona Portal unsere Fragebögen beantwortet haben und nach Auswertung der Antworten für die Untersuchungen in Frage kommen.

 

 

07. Januar 2021: Pressemitteilung über unser Ergotherapie Teilprojekt

Bitte nehmen Sie an unserem ersten Fragebogen teil, um im Verlauf des Projekts auch an ErgoLoCo (mehr Informationen hierzu auf unserer Startseite) teilzunehmen! Den Fragebogen erreichen Sie, indem Sie sich in unserem Projektportal registrieren.

MHH sucht Teilnehmende für Long-COVID-Studie

 

16. Dezember 2021: Unser Projektportal ist gestartet!

Wir haben einen Login Bereich für Sie eingerichtet: Registrieren Sie sich mit Ihrer Mailadresse für eine erste Teilnahme oder folgen Sie unserer Einladungsmail, die Sie erhalten, wenn Sie bereits den ersten Fragebogen beantwortet haben.

Im Projektportal finden Sie unsere für Sie zusammengestellten Fragebögen! Im Verlauf werden wir dort auch weitere Angebote für Sie bereitstellen und Sie über interessante Informationen rund um Long COVID informieren.

Mehr Informationen finden Sie auch in unseren FAQ.

01. Dezember 2021: Teilnehmer*innen gesucht für eine Trainingsstudie für Patient*innen mit Long-COVID-Syndrom

Telemedizinisch gestützte Rehabilitation nach COVID-19“

In die obige Studie können Patient*innen aufgenommen werden, die nach einer COVID-Infektion noch eine Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit haben. Die durchgemachte COVID-Erkrankung muss zuvor mittels PCR Test oder nachgewiesener SARS-CoV-2 Antikörper gesichert sein. Die Studie dient dazu, die Rekonvaleszenz / Erholung nach COVID-19 zu verbessern. Das Programm basiert auf einem angepassten Bewegungs- und Trainingsprogramm, einer Ernährungsanalyse und -beratung, sowie einem Coaching in der Umsetzung.

Bei den Untersuchungen zu Beginn, sowie nach 3 und 6 Monaten sind eine Vielzahl an Untersuchungen in verschiedenen Abteilungen der MHH vorgesehen.

Sie haben Interesse? Dann geben Sie dies im hierfür vorgesehenen Feld beim Ausfüllen des 2. Online-Fragebogens von DEFEAT Corona an. Alternativ können Sie uns auch gerne eine E-Mail senden an info@defeat-corona.de

Hier geht's direkt zum Loginbereich und zum Fragebogen

 

30. November 2021: 2000er-Grenze geknackt

Bis heute haben 2213 Personen an unserer Online-Befragung teilgenommen, worunter 634 Personen eine COVID-Infektion durchlebt haben. Von diesen gaben wiederum über 500 Personen an, auch nach der Infektion noch länger andauernde Beschwerden zu haben. 

 

24. November 2021: Beitrag im NDR 1 Niedersachsen

Heute Morgen war der Projektleiter von der Universitäsmedizin Göttingen Dr. Frank Müller in einem Beitrag des NDR 1 Niedersachsen zu hören. Darin berichtete er über die Inhalte und Ziele unseres Projektes und gab einen kleinen Ausblick was uns im kommenden Jahr erwarten wird.

Zum Beitrag (ndr.de)

26. Oktober 2021: 800 Teilnehmer*innen

Bereits 800 Personen mit und ohne Covid-Infektion haben unseren Fragebogen ausgefüllt. Wir freuen uns sehr über das große Interesse an unserem Forschungsprojekt und möchten natürlich auch weiterhin viele Menschen erreichen. Außerdem freuen wir uns, dass KIBIS Stormarn uns in ihrer neuen Selbsthilfe-App mit aufgenommen hat!

 

DEFEAT Corona zu Gast bei der Patientenuniversität der MHH

Im Rahmen der Online-Veranstaltung "COVID-19- Wo stehen wir und was können wir erwarten?" hatten wir die Gelegenheit, unser Post COVID Projekt in einem kurzen Video vorzustellen. Den Hauptvortrag von Prof. Dr. Tobias Welte aus der Klinik für Pneumologie der MHH sowie weitere Informationen finden Sie ab dem 26.10.2021 um 18 Uhr hier auf patienten-universitaet.de

Zum Video bei YouTube

 

29. September 2021: Schon 250 Teilnehmer*innen!

Gut 250 Fragebögen wurden bislang von Menschen mit einer Corona-Infektion, mit Corona-Spätsymptomen oder auch ohne eine Infektion in den ersten Wochen ausgefüllt. Ein toller Erfolg für das Projekt DEFEAT-Corona! Das ist aber noch nicht genug: Wir brauchen weiter Ihre Unterstützung und möchten allen über 18 Jahre dafür gewinnen, sich ein paar Minuten für den Fragebogen zu den Langzeitfolgen der Corona-Pandemie Zeit zu nehmen. Erzählen Sie doch Freund:innen und Verwandten über das Projekt.

Laden Sie hier unseren Aufruf zur Teilnahme herunter.

September 2021: Projektstart und Vorstellung von DEFEAT Corona im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK)

Copyright: MWK
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2,3 Millionen Euro aus EFRE-Mitteln fließen in niedersächsische Corona-Forschung

Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler freut sich über einen weiteren positiven Impuls für die niedersächsische Infektionsforschung. Rund 2,3 Millionen Euro an EFRE-Mitteln fließen in drei niedersächsische Forschungsprojekte, die innovative Lösungsansätze für den Umgang mit den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie versprechen. Heute haben die drei Innovationsverbünde ihre Projekte vorgestellt. „Ich freue mich, dass sie mit ihrer vernetzten Forschung im Wettbewerb überzeugen konnten“, so Thümler. „Interdisziplinarität, aber auch zeitnahe Impulse für Translation sind entscheidende Bausteine. Wenn es darum geht, eine Infektion zu erkennen, zu bewältigen und mit den Langzeitfolgen umzugehen, müssen wir die unterschiedlichsten Perspektiven zusammenlegen, um uns zukunftsgerichtet aufzustellen. Denn klar ist leider auch: Dies wird nicht die letzte Pandemie sein.“ Auch mit Blick auf Long- bzw. Post-COVID gelte es, Fachwissen zu bündeln und Handlungsoptionen für die kommenden Jahre zu prüfen.

Die Partner des Innovationsverbundes DEFEAT Corona sind die Medizinische Hochschule Hannover (MHH), die Hochschule Ostfalia für angewandte Wissenschaften und die Unimedizin Göttingen. Ziel ist, immunologische Prozesse bei immunsupprimierten Geimpften sowie bei Long COVID-Patientinnen und und -Patienten besser zu verstehen. Außerdem soll in diesem Projekt die gesellschaftliche Teilhabe der Erkrankten untersucht und Unterstützungs- und Versorgungsformate für von Long COVID Betroffene eingerichtet und erprobt werden.

„Menschen mit Langzeitfolgen einer Corona-Infektion sollen über unser Projekt unkompliziert und von zu Hause aus ärztliche Beratung durch unsere digitale Spezialsprechstunde bekommen“, erläutert die Verbundkoordinatorin, Privatdozentin Dr. Alexandra Dopfer-Jablonka von der MHH-Klinik für Rheumatologie und Immunologie.

Die vollständige Pressemitteilung des MWK finden Sie hier.

 

 

 

DEFEAT Corona wird unterstützt von:
Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung Gesundheitsregion Göttingen/Südniedersachsen Regionales Kooperatives Rheumazentrum Niedersachsen e.V. Timm Cook Hannover Impuls Kind Intense